Fünf Monate Samuel

Dieses Kind ist einfach toll.  Es lacht, grinst und guckt mit offenem Mund durch die Welt.

Schlummer

Und es schläft, wie man sieht. Einschlafen geht jetzt fast immer ganz alleine. Das sollte er lernen, damit er das auch nachts wieder hinkriegt, wenn er mal wach wird. Das klappt jedoch nur bedingt… Die Nächte sind nicht mehr so hübsch, wie sie schon einmal waren. Der Kleine wacht zwei Mal zum Essen auf und manchmal noch dazwischen einfach so. Ein bisschen habe ich mich erst damit gestresst, zu wissen, dass das in seinem Alter eigentlich nicht mehr sein muss. Und er es ja auch schon mal anders konnte und acht Stunden am Stück schlief. Ich versuche das jetzt entspannter zu sehen. Er wird schon wissen, was er wann braucht. Anders als durch Stillen lässt er sich jedenfalls nicht beruhigen, er scheint also tatsächlich Schmacht und nicht nur Bedürfnis nach Nähe zu haben (das könnte man ja auch durch Kuscheln stillen).

Eigentlich sollte Samuel mittlerweile seine Nächte in seinem Zimmer verbringen, damit dieser Umzug später mal nicht schwierig wird, wenn er schon älter ist. Mittagsschlaf hält er dort schon länger. Da weder der Italiener noch ich aber Lust haben, nachts nicht nur geweckt zu werden, sondern auch durch die Wohnung stapfen zu müssen, haben wir sein Bettchen jetzt balkonartig neben unseres gestellt. Bis vor ein paar Nächten schlief er dort in seinem Körbchen, aber das ist jetzt langsam einfach zu klein. Ein ganz schöner Brummer ist dieses Kind nämlich (aber das ist ja nichts Neues). Ob wir mit dieser Planänderung das nächtliche durch die Wohnung Stapfen nur verschoben haben, werden wir erfahren, wenn das Kind durchschläft, dann soll er nämlich wirklich umziehen.

An die Tagesmutter haben wir (beide) uns gut gewöhnt. Seit neuestem akzeptiert Samuel sogar ein Fläschchen künstliche Milch vormittags. Das kam gerade recht, denn die Milchpumperei wurde langsam anstrengend, denn der Kleine hat großen Hunger. In zwei Wochen gibt’s deshalb Brei. Er scheint dazu bereit, denn sobald wir etwas essen, wird genau beäugt, was wir da machen und der Mund geht auf. Ich hätte das auch jetzt schon eingeführt, aber das kommende Wochenende fahren wir nach Deutschland und danach ist der Papa unterwegs. Aber dann! Ich bin schon sehr gespannt, auf das Gesicht, wenn sich der erste Kürbisgeschmack im Mund ausbreitet.

Ansonsten bleibt nur wie immer festzuhalten, dass die Zeit zu schnell wegtickt… Gut, dass jede neue Entwicklung so viel Spaß macht, sonst könnte ich glatt nostalgisch werden.

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11 Gedanken zu „Fünf Monate Samuel

  1. ich bin dir zwar nur ein paar monate „voraus“, aber ich würd auch sagen: nicht stressen lassen davon, was er nicht schon alles können sollte. milo hat mit 10 monaten durchgeschlafen und vorher ganz von selber seine nachtmalzeiten reduziert. den babybalkon hatten wir bis er anfing sich fortzubewegen und auch jetzt steht das bett noch neben unserem. eigentlich sollte milo auch umziehen, sobald er durchschläft. nunja, sein zimmer ist noch nicht fertig und eigendlich hab ichs damit auch gar nicht so eilig…

    • Danke für die Zusprache :) Wenn wir so ein tolles Birkenwaldvorhaben gehabt hätten, wäre unser Kinderzimmer auch nicht fertig – sieht ganz schön toll aus bei Euch!

  2. Klingt doch alles schön und ganz normal. Und so ein zauberhaftes Bild dazu!
    Die Kleinen schlafen noch lange genug im eigenen Zimmer. Wie haben hier immer noch einen Anbau am Bett. Alles andere würde gerade keinem gefallen.

    • Das Bild habe ich mit meinem Krüppelhandy geschossen, ohne dabei zusehen, was ich eigentlicht mache. Ich war entzückt, als ich das Ergebnis sah :)
      Mal sehen, wie lange der Kleine bei uns bleibt. Er stört mich da nicht, im Gegenteil!

  3. Wir wollen auch noch gar nicht ans „Auslagern“ denken. Wir haben ein Babybay, allerdings wird das langsam etwas kurz… Mal sehen, wie wir’s dann machen. Das große Bettchen geht leider nicht neben unser Bett.
    Länger als 5 Stunden schläft er auch noch nicht, allerdings ist er ja auch einen Monat jünger ;)

    • Wir mussten auch etwas quetschen, damit das Bettchen reinpasst, ging haarscharf. Musste gerade erst mal babybay googeln, das ist ja ne feine Sache. Glücklicherweise ist unser Bettchen fast auf Höhe von unserem Bett. Das hat zwar einen breiten Rahmen, den hab ich aber mit einer Decke gedämpft und dazwischen liegt das Stillkissen, das war eh außer Dienst.
      Das mit dem Durchschlafen schafft er nur, wenn er richtig müde ist nach einem vollen Tag. Als er zwei bis drei Monate alt war, da ging das jede Nacht super. Naja, dafür schafft er es jetzt tagsüber richtig lange Mittagsschläfe zu halten und nicht nur so ne halbe Stunde wie vorher, das ist mir fast noch lieber (da kann ich mich nämlich dazulegen, wenn mir danach ist ;)).

      • Unser Bett hat auch nen Rahmen, ich stopfe mit Tüchern aus. Allerdings wütet der Kleine im Schlaf manchmal so, dass er sich fast schon mit den Füßchen vom großen Bett abstößt. Oder gleich zu mir reinrollt. Das wird noch was ;-)

  4. ich reihe mich ein: ganz grosze Klasse, das Bild (:

    Das mit dem Ausquartieren sehe ich auch eher entspannt, aber mir ist mein Nachtschlaf auch heilig und wenn ich da regelmaeszig zum Troesten in ein anderes Zimmer tapern muesste…

    Wenn er euch das Essen schon quasi vom Mund wegschaut, duerfte er ja durchaus soweit sein, was zu probieren. Das wird bestimmt spannend (:

    • Auf der einen Seite freu ich mich auf den Brei – auf der anderen ist es jetzt natürlich noch sehr entspannt mit dem Essen. Keine Kocherei, Kleckerei, Kämpferei… Wenn ich’s mir so überlege: Vielleicht warten wir doch noch eine Woche länger, richtig essen wir er noch lang genug in seinem Leben ;)

      • auch das klingt entspannt (:
        ich glaube, die Breikocherei werd ich mir einfach gaenzlich sparen, aus obigen Gruenden.

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