Mamagedanken

Wenn ich nicht gerade im Mutterschutz bin, denke ich spätestens sonntags ab zwölf an den drohenden Montag und der Rest des Tages ist davon ein klein wenig überschattet. Und so ähnlich geht es mir jetzt auch mit meinen restlichen Wochen, die ich unbeschwert mit Samuel verbringen kann, bevor die Arbeit wieder anfängt. Mein Kopf ist schon so oft bei Anfang September, das es mir die Zeit zu Hause etwas vermiest. Irgendeine Idee, wie man das abstellen kann?

Es werden ja nur vier Vormittage pro Woche sein. Und da der Papa den Kleinen erst so gegen zehn Uhr weg bringt und ich ihn um halb zwei abhole, ist es auch nicht lange für ihn mit der nounou. Wir haben eine Familie mit zwei kleinen Kindern gefunden, mit der wir uns eine Tagesmutter teilen. Die macht das auch schon jahrelang und schien, so weit man das beurteilen kann, sehr kinderlieb (wär auch schlimm, wenn das anders wäre – aber man hört so manche Schreckensgeschichte von Tagesmüttern, die den Tag über vor der Glotze hängen  und die Kleinen daneben sitzen). Sie hat auch zwei eigene Kinder und somit mehr Erfahrung als ich. Nur eben nicht mit meinem kleinen Augapfel. Wie soll das nur gehen, der Lütte hat doch noch gar keinen Rhythmus? Schlafen will er viel, aber eigentlich am liebsten in der Babytrage oder sonstwie auf Mama. Wird das mit dem Milchpumpen klappen? Ich hab es neulich schon mal versucht, als meine Milch etwas knapp wurde, um zu stimulieren. Da hat es nicht so wirklich gut funktioniert. Wie wird Samuel darauf reagieren, auch mal zurückstecken zu müssen – wenn er gerade weint, die Nounou sich aber gerade um eins der anderen beiden Kinder kümmern muss? Solche Gedanken spinnen in meinem Kopf und ich versuche mir zu sagen, dass es noch mehr als ein Monat bis dahin ist und der Lütte dann schon wieder einiges mehr kann und versteht und anders reagieren wird. Schön sind sie trotzdem nicht, diese Gedanken. Lust darauf, wieder zu arbeiten, machen sie auch nicht.

Schade, dass das hier nicht wie in Deutschland ist. Ich würde gerne noch länger ganz zu Hause bleiben. Gleichzeitig weiß ich, dass wenn die Anpassung an den neuen Tagesablauf geschafft ist, diese Halbtagsgeschichte schon eine gute Idee ist. Zum einen für mich, da ich mich wieder mit anderen  Dingen als Stillen, Spielen, Schlafen beschäftige und zum anderen für den Kleinen, da die Umstellung auf die Ganztagsbetreuung dann kein großes Drama werden sollte (zumindest denke ich das jetzt) und er außerdem mit anderen Kindern zusammen ist.

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Ein Gedanke zu „Mamagedanken

  1. Kann ich Dir sehr gut nachempfinden. Ich bin echt froh, dass ich die Möglichkeit habe, länger zuhause zu bleiben.
    Auch wenn ich zugeben muß: So ein ganz klein wenig vermisse ich meine Arbeit bereits jetzt. Aber wenn ich mir den Kleinen so angucke, dann sehe ich: Es lohnt sich ;)

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