Déclaration des impôts

Steuererklärung, welch Freude. Im Mai erhalten alle Franzosen das auszufüllende Papier, das bis Ende des Monats ausgefüllt zurückgesendet werden muss. Aber – natürlich – machen es die Franzosen mal wieder andersrum. Denn anstatt jeden Monat schon mal Steuern zu zahlen und dann am Ende hoffentlich was zurück zu bekommen, erfahren die Franzosen im September wie viel sie denn auf einen Schlag fürs letzte Jahr zu zahlen haben. Glücklich ist, wer da schon jeden Monat was beiseite gelegt hat…

Bevor der Kleine kommt, wollte ich das Ganze gerade schon mal angehen – und mich erwartete eine angenehme Überraschung. Anstatt wie letztes Jahr, als ich die Erklärung zum ersten Mal gemacht habe, alles Mögliche ausfüllen zu müssen, hat dies jetzt Vater Staat für mich übernommen und ich musste nur noch das vorausgefüllte Formular unterschreiben und angeben, ob ich umgezogen bin.

Und jetzt machen uns der Italiener und ich also auf, einen Spaziergang zur Post zu machen. Ich hätte zwar auch online erklären können. Oder, falls ich keine Einnahmen gehabt hätte, sogar per Smartphone und QR-Code (la France goes Hightech). Aber so Spaziergänge sollen ja gut sein, um das Kind davon zu überzeugen, sich bald auf den Weg zu machen. Und so langsam werden wir hier ungeduldig. (Und ich langweile mich auch etwas – noch nicht mal die Steuererklärung war wie geplant ein nachmittagsfüllendes Programm.)

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6 Gedanken zu „Déclaration des impôts

  1. OMG! Ich muss dringend nach Frankreich umziehen. Ich will auch so eine einfache Steuererklärung haben.

    Viel Erfolg beim Anstupsen des Kleinen. ich drück die Daumen ;-)

    • man zahlt hier zwar erfrischend wenig (Einkommen-)Steuern, verglichen mit Deutschland, aber… so ein Schritt will gut überlegt sein. Alles hat Vor- und Nachteile. Beispielsweise ist im November immer noch die Wohnungssteuer fällig, über den Daumen 10% der Jahresmiete – aber je nach Kommune verschieden, und sehr abhängig vom Alter des Hauses, vom Standing des Viertels (Straßenbahn- oder Bushaltestelle vor dem Haus treibt die Steuer in die Höhe) und manchmal auch je nach Etage im Hochhaus…

      Ich werde meine Steuererklärung allerdings online abgeben. Ich hab keine Lust, da stundenlang anzustehen, obwohl die Mitarbeiter im hiesigen Trésor Public sehr entgegenkommend sind. Und fürs nächste Pfarrfraubaby ist es noch drei Monate zu früh.

      • Oh ja, das glaube ich. Jedes Land hat seine Vor- und Nachteile irgendwo. Wenn man allerdings den Aufwand einer deutschen (und amerikanischen) Steurererklärung gewöhnt ist, dann klingt das französische Modell SEHR verlockend ;-)
        Viel Glück für’s Baby :-)

      • Es kommt darauf an. Sobald du was abzusetzen hast, wirds auch in Frankreich heftig. Und wenn du mehrere Einkommensquellen hast, ebenfalls. Aber für kleine Leute wie mich ist es wesentlich angenehmer.
        Allerdings bezieht der französische Staat seine Einkünfte weitgehend woanders her, aus indirekten Steuern wie der Mineralölsteuer, so daß es ihm sogar möglich ist, von der Nachbesteuerung (wie jetzt) zur Quellenbesteuerung nach deutschem Modell überzugehen und dafür ein Jahr überhaupt keine Einkommensteuer zu erheben, weil man ja sonst in einem Jahr doppelt Steuer zahlen würde, die vom Vorjahr und die vom laufenden Jahr…
        ich bin gespannt, wann das kommt.

        Danke!

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