Les images d’avant

Unsere Bauarbeiter sind mittlerweile fleißig dabei, Wände einzureißen, andere zu bestreichen, Parkett zu polieren, Fliesen zu verlegen, eine Badewanne (!) einzubauen und so weiter. An der Reihenfolge, mit der ich hier so aufzähle, merkt ihr schon, dass es eine gute Idee war, echten Handwerkern diese Arbeit zu überlassen – die polieren das Parkett nicht als erstes und das ist wohl auch besser. Ich bekomme zwar einen Nagel in die Wand, bei einem Dübel wird es aber schon etwas tricky für mich. Und der Italiener ist da leider nicht viel besser.

(Meine Eltern haben ein Haus gebaut, als ich gerade vier war und die Kindheitserinnerungen an meinen Vater zeigen ihn oft in Arbeitsklamotten und wie er stetig den Ausbau des Obergeschosses vorantreibt. Leise tonlos pfeifend und fast immer gut gelaunt. Leider war ich zu klein, um Handwerkliches dabei zu lernen.)

Salle de bains

Kein Waschbecken

Die Umbau-Arbeiten in der neuen Wohnung betreffen hauptsächlich das Bad.

Im Bild rechts sieht man auch warum, es zeigt nämlich das aktuelle Waschbecken. Und wie Ihr seht, seht Ihr nichts. Wasserhahn und Tupperschüssel dienten bisher als Ersatz.

Links der Rest des aktuellen Bads. Das Fenster geht auf einen kleinen Lichthof.

Rechts vom Bildausschnitt liegt jedoch noch eine Gästetoilette und rechts davon wiederum ein Stück unnützer Flur. Hier werden also die Wände eingerissen und wir bekommen ein halbwegs großes Bad. Mit Badewanne, auf vielfachen Wunsch – von mir.

Gegen unsere Handwerker lässt sich übrigens echt nichts sagen. Ich hatte ja eigentlich schon fest einen lästernden Blogartikel über französische Handwerker eingeplant, aber das wird nun wohl nichts (schon alleine, weil die Truppe aus Südamerikanern besteht).
Leider werden sie  jetzt wohl aber etwas Leerlauf haben, denn die Lieferung von Badewanne und Co verzögert sich. Das Verständnis von Service sieht hier in Frankreich ja etwas anders aus als in der Heimat. Heute am Telefon (hier nur die Kurzfassung, ohne Flüche): „Hallo, Sie hatten uns gesagt, wir erhalten diese Woche die Lieferung. Welcher Tag wird das denn sein?“ – „Ah non, Madame, das wird erst nächste Woche was.“ – „Und welcher Tag ist das dann nächste Woche?“ – „Ja Madame, das weiß ich doch jetzt noch nicht!“. Merci beaucoup.

Hier übrigens noch eine kleine Auswahl der Kuriositäten, die in der Wohnung darauf warteten, von uns fotografiert und anschließend entsorgt zu werden.

Charlie

Charlies Stock ist der Sekundenzeiger, in seinen besseren Tagen wackelte er im Takt dazu mit der Hüfte (bei Charlie wäre ich ja eigentlich in Versuchung gewesen, ihn weiter zu nutzen – aber er funktioniert nicht mehr).

Plastikscheit

Über den Kamin im Wohnzimmer freuen wir uns natürlich sehr. Aber wir werden dann doch lieber echte Holzscheite verwenden. Der vorgefundene ist aus Plastik. Die eingeschraubte Glühbirne ist auf dem Bild nicht sichtbar.

Die Küche bleibt so und trifft mit dem etwas psychedelischen orange-weißen Muster in abwechselnder diagonaler und waagerechter Ausrichtung auch nicht ganz unseren Geschmack, dafür entschädigt aber der für Pariser Verhältnisse sehr weite und grüne Ausblick. Vor allem weil es den gleichen auch aus dem Gästezimmer gibt.

La cuisineLa vue

Ansonsten gibt es noch das Wohnzimmer (links) und das Schlafzimmer (rechts).La chambre

Anfang September wollen wir einziehen. Drückt uns die Daumen, dass bis dahin alles fertig ist. Dann gibt’s auch Nachher-Bilder.

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6 Gedanken zu „Les images d’avant

    • Oh, finden tut man die fast überall, auch noch in viel schöner. Nur bezahlen… das kann man sie nur gerade noch eben so mit viel Zähne zusammenbeißen im 19. oder 20. Arrondissement (in unserem Fall ist es letzteres).

  1. Sieht schön aus! :-)

    (Wir mussten seinerzeit 7 (SIEBEN!) Wochen auf die Lieferung unserer Badewanne warten. Dafür haben wir jetzt eine, die mit umziehen kann. Vorausgesetzt, sie passt auch in das neue Bad. Das war ein ganz schönes Ausschlusskriterium bei der Wohnungssuche. Aber jetzt ist alles gut. ;-) )

    • Mach mir keine Angst – solange die Badewanne nicht da ist, können nämlich auch keine Fliesen verlegt werden und die restlichen Badarbeiten stehen still. Sieben Wochen wären ein teures Vergnügen.
      Da unsere Handwerker heute aber ohnehin im Bad im Regen standen, weil die Mieter in der Wohnung über uns seit gestern einen Wasserrohrbruch hatten und das Wasser nicht abgedreht haben, verzögert sich jetzt sowieso alles.

      Der Italiener hat aber heute bei der Badewannenlieferfirma auf den Putz gehauen (ein Hoch auf das italienische Temperament) und jetzt wissen wir zumindest mal, dass sie nächsten Donnerstag geliefert werden soll. Ich werde berichten…

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