Bettgeschichte

Ein Bild aus dem Oster-Urlaub soll noch nachgereicht werden:

Bettenchaos

(Keine Sorge, der folgende Artikel ist gewohnt jugendfrei.) Meiner Meinung nach muss man auch nichts Wildes in französischen Betten treiben, um am Morgen deckenbezüglich ein etwas chaotisches Ergebnis zu erhalten.

Eine normale Decke scheint es für den Franzosen jedenfalls nicht zu tun.

Wie der erfahrene Frankreich-Urlauber sofort erkannt haben wird, hatten wir immerhin Glück und durften unsere Häupter auf normale Kopfkissen betten. Ansonsten gibt es ja auch schon mal dieses überdimensionierte Kissenbonbon, das quer über dem Kopfende liegt. Teilen soll man sich das! Versteht mich nicht falsch. Ich mag den Italiener ja wirklich sehr. Tagsüber. Und auch abends vorm Einschlafen und morgens wieder nach dem Zähneputzen. Nachts hingegen will ich meine Ruhe haben. Vor allem in diesen französischen Betten, da habe ich ja schon genug mit den Decken zu kämpfen.

Und es will mir einfach nicht gelingen, das Laken so zu organisieren, dass es mich fortwährend vor diesen kratzigen Pferdedecken schützt, die wahrscheinlich vor 100 Gästen das letzte Mal gewaschen wurden. Ähnlich hygienisch gestaltet sich das wohl auch mit der hübsch gemusterten Überdecke. Alles zusammen ist unglaublich schwer und dann noch am Fußende unter die Matratze geklemmt, damit komm ich ja gar nicht zurecht.

Das muss doch auch für die Zimmermädchen und -jungen anstrengend sein? Jeden Tag dieses Schicht-Kunstwerk neu zu drapieren. Warum, liebe Franzosen? Eine Decke mit Bettbezug. Es könnte für alle Beteiligten so viel einfacher sein…

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6 Gedanken zu „Bettgeschichte

  1. Ein Doppelbett habe ich noch nie arrangiert, aber für ein EInzelbett ist es eigentlich ganz einfach:
    – das erste Laken wird an allen vier Seiten unter die Matratze geschlagen, am besten erst von den Seiten und dann Kopf- und Fußende
    – Das zweite Laken wird genauso auf die Matratze gelegt, aber noch nicht untergeschlagen.
    – Nun die Wolldecke und ggfs. die Überdecke drauf (die darf aber auch später aufgelegt werden und dann runterhängen; dann nimmt man sie zum Schlafen ab).
    – Jetzt das Laken am Kopfende über die Wolldecke schlagen. Es muß hübsch parallel zur Kante der Wolldecke bzw. rechtwinklig zur Bettwange liegen!
    – Und nun kommt die Kunst, die aber keine ist, wenn mans einmal raushat: Rechte Matratzenseite anheben und mit kühnem Schwung den Überhang aus Wolldecke und Laken unterschwingen.
    – Links ebenso.
    – Kurz das Fußende der Matratze anheben, der Überhang von Laken und Decke schwingt schon von selbst drunter.
    Fertig.
    So lernten es die jungen Männer beim Militär, und ich habs von einem älteren Kollegen gelernt. Geht eigentlich ganz schnell.
    Aber ich nehm auch ganz allein die ganze Pracht in wenigen Stunden wieder völlig auseinander. :D Steckbetten konnte ich nämlich noch nie leiden!

    • Huch, das klingt aber eigentlich gar nicht ganz einfach… Oder sagen wir: Eine Bettdecke in einen Überzug stecken, zuknöpfen und dann einfach morgens aufschütteln klingt schneller ;)

      • Wenn man’s mal drauf hat, geht das auch zügig. Eine Bettdecke in den Bezug friemeln hat manchmal auch seine Tücken…
        und ganz lustig wird es mit Zweimanndecken!

      • Aber sischerlisch!! Ich mag das Land sehr. Von den Leuten dort weiß ich nicht allzu viel…wir haben dort früher eben „Urlaub“ gemacht…und ich kann kein Wort Französisch sprechen, obwohl ich es in der Schule gelernt habe(n sollte). Und ich träume immer wieder von „richtigen“ Croissants! Die, die es hier gibt, sind irgendwie anders!
        Viele Grüße von Frau Q!

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